WaRINEX dient der Bearbeitung und der
statistischen Aufbereitung von GPS/GLONASS/SBAS-Beobachtungen im RINEX-Format. Neben
Veränderungen an den Informationen im Dateikopf ist es u.a. möglich,
Beobachtungen nach unterschiedlichen Kriterien zu selektieren oder mehrere
Dateien der selben Station zu einer Datei zusammenzufassen. Für jede
Ausgabedatei werden statistische Informationen erzeugt.
WaRINEX bietet darüber hinaus auch spezielle Manipulationsmöglichkeiten der
Beobachtungsgrößen:
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Korrektur der Antennenphasenzentrumsfehler:
Nicht jede GNSS-Auswertesoftware kann jede
Art von Korrektionen für Fehler des Antennenphasenzentrums verarbeiten.
So kann es sinnvoll sein, eine entsprechende Korrektur schon in einem Vorverarbeitungsschritt
durch Veränderung der Beobachtungsdaten vorzunehmen. WaRINEX
ermöglicht es auch, einmal angebrachte Korrektionen wieder zu beseitigen.
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Interpolation von zusätzlichen GNSS-"Beobachtungen":
Dateninterpolation wird auf statische
GNSS-Beobachtungen angewandt, die als Referenz für präzise kinematische
Positionierung dienen. Sie müssen für Post-Processing-Anwendungen
mit dem selben Epochenabstand vorliegen wie die kinematischen Beobachtungen,
also mit Epochenabständen von einer Sekunde oder Bruchteilen einer
Sekunde. Wurden solche Daten nicht aufgezeichnet oder archiviert, können
sie nun nachträglich berechnet werden. Vorteile ergeben sich auch
daraus, dass nun Referenzbeobachtungen mit geringerem Epochenabstand erzeugt
werden können, als der Referenzempfänger fähig ist, aufzuzeichnen.
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Verlagerung der Antennenposition
Werden mehrere Referenzstationen in lokaler
Nachbarschaft betrieben, so kann es sinnvoll sein, die Beobachtungsdaten
der Hauptstation bei einem Datenausfall durch Beobachtungen einer der Nebenstationen
zu ergänzen. Dafür müssen die Beobachtungen der gewählten
Nebenstation auf die Hauptstationsposition übertragen werden.
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